Frankreich: Ärmelkanalküste

Der Ärmelkanal

Die Artenvielfalt an der Nordküste Frankreichs ist beträchtlich. Du hast alle Möglichkeiten deinem Sport nachzugehen und gute Fische zu fangen

Ganz im Norden Frankreichs liegt der Ärmelkanal. Die Küste verändert von Osten, an der belgischen Grenze, nach Westen hin stark ihr Gesicht. Dominieren im Osten lange Sandstrände, wird es in Richtung zur Normandie und Bretanie hin immer felsiger und schroffer. Demenstsprechend werden auch unterschiedliche Fischarten gefangen mit den jeweils angepassten Angelmethoden.

Brandungsangeln

Beim Brandungsangeln gehen an den Sandstränden Plattfische an den Haken: Schollen, Seezungen und Rotzungen, an eingen Stellen sogar Steinbutts. Wattwürmer, Seeringelwürmer und Fischfetzen von Hering oder Makrele bringen den gewüschten Erfolg. Da hier auch noch der Einfluß der Nordsee vorhanden ist, könnnen in den kalten Monaten auch Dorsche gefangen werden. Am Besten sucht man sich zum Dorschangeln lange Molen und Wellenbrecher, die weit ins Meer hinein ragen. Allerdings ist bei stürmischer See immer Vorsicht angebracht, denn dann werden sie von Brechern überspült und unvorsichtige Angler können ins Meer gerissen werden.

Riffangeln

Im Winter zieht es den Dorsch sogar bis an die Küste der Bretanie, also weit nach Westen hin. Ein guter Kämpfer und auch gerne gesehen in der französichen Küche ist der Conger, oder auch Meeraal. Er lebt in Felshöhlen der Riffküsten und zwischen den Steinen von Wellenbrechern, man kann ihn sogar in einigen Häfen direkt an der Spundwand fangen. Um einen Conger zu bezwingen braucht es kräftiges Gerät, vor allem die Schnur muß von allerbester Qualität sein, denn nach dem Anbiss muß der Angler den Fisch mit aller Gewalt vom Boden losbekommen, sonst klammert er sich mit dem Schwanz in den Höhlen fest und ist nicht mehr zu lösen.

Spinnangeln

Überrall an Frankreichs Küsten ist der Wolfsbarsch heimisch. Experten sind der Meinung, dass die französischen Reviere zu Europas besten Wolfsbarschgewässern zählen. Er wird mit Wobblern und Blinkern gefangen und errreicht Gewichte von über 10 Pfund.

Die Artenvielfalt an der Kanalküste ist hoch. Neben den vorgenannnten Arten fängt man auch Meeräschen, Makrelen, Hornhechte, Wittlinge, Pollack, Franzosendorsche, Goldbrassen und verschiedene Arten Lippfische. Mit etwas Glück gelingt auch der Fang eines Rochens vom Ufer aus.

Der Tidenhub am Ärmelkanal ist beträchtlich, er kann über 10 Meter betragen, was bedeutet, dass nicht nur bei auflaufendem Wasser gut gefangen werden kann, sondern auch dass der Angler sich rechtzeitig um den Rückweg kümmern muß, damit er nicht durch die anströmenden Wassermassen vom Ufer abgeschnitten wird.

Bootsangeln

Von vielen Häfen aus kann der Angler mit dem Boot aufs Meer fahren. Das hat nicht nur den Vorteil, vonn den Gezeiten unabhängiger zu sein, man errreicht auch ganz hervorragende Fanggründe, die weit draussen liegen.

Im tieferen Wasser sind nicht nur die Chancen auf größere Exemplare vorhanden, man fängt auch noch einige Arten, die nicht in Ufernähe kommen. Beim Wrackangeln gehen große Conger an den Haken und nicht nur vor den Kanalinseln sind kapitale Steinbutts möglich. Auch Leng werden gefangen und erreichen stolze Gewichte.

Katzenhaie können beim Naturköderangeln zur Plage werden, sie sind einfach zu häufig. Aber man stimmt sich ein auf größere Gegner wie Stechrochen, Zitterrochen und den sehr häufigen Sternrochen. Anstrengend wird es bei den Haien, der Hundshai folgt im Allgemeinen den Makrelenschwärmen und kann dort erfolgreich beangelt werden. Seltener kommen Makrelenhaie, Heringshaie und Drescherhaie vor, sie bieten aber atemberaubende Drills.

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