Bayern: Starnberger See

Der See

Bei einer Länge von 20 Kilometern und einer Breite von bis zu 5 Kilometern kommt der Starnberger See auf eine Wasserfläche von 57 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle liegt bei 127 Meter, die durchschnittliche Wasssertiefe beträgt 50 Meter. Der Starnberger See hat also sehr viel Wasserfläche zum beangeln. Die Frischwasserzufuhr erfolgt durch einige kleinere Bäche und Quellen, der einzige Abfluss ist die Würm. Nach diesem wurde der See auch früher benannt, er hieß ehemals Würmsee.

Er liegt nur etwa eine halbe Autostunde von München entfernt südwestlich der Stadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für Münchener sondern auch für Gäste aus der ganzen Welt. Leider findest du am Starnberger See die Situation vor, dass die meisten Ufer privat bebaut sind und dort kein Zugang zu Wasser besteht. Es gibt nur wenige öffentliche Ufer und Stege von denen du angeln kannst. Es ist also angebracht, sich ein Boot zu mieten und sein Glück vom Boot aus zu versuchen.

Fischarten

  • Renke
  • Seeforelle
  • Saibling
  • Hecht
  • Barsch
  • Zander
  • Wels
  • Karpfen
  • Schleie
  • Rotauge, Rotfeder, Brassen
  • Aalquappe

Das Angeln im Starnberger See

Der Starnberger See ist ein hervorragenes Gewässer für Renken, Seesaiblinge, Seeforellen und Hechte. Hechte und Seeforellen werden regelmäßig in zweistelligen Gewichten gefangen.

Das Angeln auf Hechte, Seeforellen und Saiblinge ist geprägt vom Schleppangeln. Da Verbrennungsmotore verboten sind, bleibt das Rudern oder der Betrieb eines Elektromotors. Damit kannst du eine gleichbleibende Geschwindigkeit einhalten und dich auch besser auf das Angeln konzentrieren.

Schleppangeln ist die ganze Saison über fängig. Anfangs der Saison findest du die Seeforellen im Uferbereich und im Freiwasser bis etwa 15 Meter. Im Juli und August stehen die Seeforellen in 15 – 18 Meter Tiefe.

Den Hecht findest du beim Schleppen eher im flacheren Wasser. Ab etwa Juli sind sie beißfreudig, die besten Monate sind September und Oktober.

Ab Mitte April kommt auch die Hegene mit kleinen Nymphen zum Einsatz. Du fängst mit ihr überwiegend Renken und Seesaiblinge, es gehen aber auch Seeforellen an die Haken und bisweilen steigt auch ein Hecht auf einen gehakten Fisch ein. Die beste Zeit für die Hegene sind Mitte April bis Ende Mai und der September. Setze sie ufernah ein in Wassertiefen bis maximal 20 Meter. Übrigens: die Hegene kannst du auch vom Ufer aus einsetzen und langsam wie beim Spinnfischen oder angeln mit dem Sbirolino führen.

Vor allem Anfangs der Saison (etwa bis Ende Mai), wenn sich das Wasser in Ufernähe noch nicht so stark erwärmt hat, bestehen gute Chancen auf Seesaiblinge und Seeforellen vom Ufer aus. Zum Einsatz kommen kleine Spinner, Blinker und Löffel und die Hegene.

Wenn Friedfische deine Favoriten sind, versuche es ab Juli in den ufernahen Gewässerteilen. Hier fängst du schöne Karpfen, Schleien und Weißfische.

Angelsaison

Die Angelsaison am Starnberger See geht vom 1. April bis zum 1. November. Es darf von 6 Uhr bis 23 Uhr geangelt werden, vom Boot aus bis Sonnenuntergang.

Mindestmaße und Schonzeiten

FischartMindestmaßSchonzeitEntnahmebegrenzung
Aal50 cm5 Stück
Renke30 cm01.10 – 31.12.5 Stück
Seesaibling28 cm01.10. – 15.01.5 Stück
Seeforelle60 cm01.10. – 15.01.5 Stück
Hecht50 cm15.02. – 15.04.5 Stück
Zander50 cm15.03. – 30.04.5 Stück
Karpfen35 cm5 Stück
Barsch25 Stück

Bei den anderen Fischarten beachte die gesetzlichen Vorgaben. Für diese Fischarten gibt es auch keine Entnahmequoten.

Regelungen

Beim Bootsangeln sind Verbrennermotore und Echolote verboten, Elektromotore sind allerdings erlaubt.

Von Schilfgürteln ist ein Abstand von 50 Metern zu halten, sie dürfen auch nicht vom Ufer aus betreten werden.

Es gibt einige Zonen in denen nicht geangelt werden darf. Erkundige dich vor Ort nach den Schutzzonen und Fischereirechtsgrenzen sowie weiteren regionalen Regelungen und nach den aktuellsten Regelanpassungen

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